Fachärztin für Haut- und Geschlechts­krankheiten, Allergologie, ambulante Operationen - Dr. med. Maram Onsa


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Gesundheitsnews



G-BA stimmt gegen Verbesserung in der psychotherapeutischen Versorgung
G-BA stimmt gegen Verbesserung in der psychotherapeutischen Versorgung

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 15. September 2022 erneut eine Erhöhung der Minutenwerte für die Psychotherapie im stationären Bereich in der Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik-Richtlinie (PPP-RL) abgelehnt.

Dazu erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: „Die Psychotherapie ist eine sehr bedeutsame Behandlungsmethode, deren personeller Aufwand in der aktuellen PPP-RL nicht adäquat abgebildet ist. Für eine qualitativ gute Versorgung unserer Patientinnen und Patienten benötigen wir dringend mehr Behandlungszeit.“

Gemeinsam mit der Patientenvertretung und der Bundespsychotherapeutenkammer habe die Bundesärztekammer einen gut begründeten Vorschlag für die Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung vorgelegt. Die Organisationen fordern darin ausreichende therapeutische Zeit, um in den Kliniken eine regelmäßige psychotherapeutische Behandlung an mindestens vier Tagen in der Woche für alle Patientinnen und Patienten sicherzustellen, die diese benötigen.

Das Sozialgesetzbuch sieht vor, dass der Gemeinsame Bundesausschuss eine „Anpassung der Mindestvorgaben“ vornimmt, um „die Psychotherapie entsprechend ihrer Bedeutung in der Versorgung psychisch und psychosomatisch Erkrankter“ abzubilden. Auch die Regierungsparteien wollen gemäß ihres Koalitionsvertrages für eine leitliniengerechte psychotherapeutische Versorgung und eine bedarfsgerechte Personalausstattung im stationären Bereich sorgen.

Entgegen der gesetzlich vorgegebenen Frist hatte der G-BA im vergangenen Jahr die erforderliche Anpassung der Minutenwerte unter anderem für die in der Richtlinie genannten ärztlichen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten auf das Jahr 2022 verschoben.

„Leider ist der G-BA unserem Vorschlag nicht gefolgt. Das ist eine schlechte Nachricht für alle Patientinnen und Patienten, die auf eine stationäre psychotherapeutische Behandlung angewiesen sind“, sagte Reinhardt.

29.09.2022 DGA | Quelle: Bundesärztekammer

Pilze: Verwechslungen können lebensgefährlich sein
Treten nach dem Essen Beschwerden auf, sollte ärztlicher Rat, am besten bei einem Giftinformationszentrum, eingeholt werden

Vergiftungen durch den Verzehr selbst gesammelter Pilze kommen immer wieder vor. In jedem Jahr werden dem BfR durchschnittlich zehn Pilzvergiftungen ärztlich mitgeteilt, die Giftinformationszentren der Länder beantworten über 3.000 Anfragen zu Pilzen pro Jahr. „In Deutschland gibt es sehr giftige Pilze, die den essbaren Exemplaren ähneln. Das kann selbst für Sammlerinnen und Sammler mit - noch begrenzter - Erfahrung gefährlich werden“, sagt Dr. Herbert Desel, Leiter der Fachgruppe Expositionsbewertung von gefährlichen Produkten am BfR. Beliebte heimische Speisepilze sind beispielsweise der Wiesenchampignon oder der Täubling. Immer wieder verwechseln Sammlerinnen und Sammler solche Speisepilze mit dem hochgiftigen grünen Knollenblätterpilz. Die dort enthaltenen Gifte können ein Leberversagen verursachen, daher kann bereits der Verzehr von geringen Mengen tödlich sein. Besonders gefährdet sind Kinder und ältere Menschen. Bei ihnen können auch kleine Mengen giftiger Pilze schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen. Die Symptome für Pilzvergiftungen sind vielfältig, häufig - aber nicht bei jedem Pilz - treten zu Beginn ein Unwohlsein, verbunden mit Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auf.

Das Gesundheitsrisiko durch die Aufnahme selbst gesammelter giftiger oder unverträglicher Pilze ist verhältnismäßig hoch - immer wieder werden bekömmliche Arten mit giftigen Vertretern verwechselt. Der Grüne Knollenblätterpilz ist der giftigste Pilz in Deutschland: Bereits ein Bruchteil einer üblichen Portion einer Pilzmahlzeit kann für Erwachsene und Kinder zum Tode führen. Rund fünf Prozent aller Pilzvergiftungen gehen auf den Konsum von Grünen Knollenblätterpilzen zurück, die von Juli bis Oktober vor allem in Laubwäldern, aber auch in Parks wachsen. Das BfR schätzt, dass Knollenblätterpilze für mindestens 80 Prozent aller tödlichen Pilzvergiftungen in Deutschland ursächlich sind.

Tritt nach einer Pilzmahlzeit Unwohlsein auf, sollte immer ärztlicher Rat eingeholt oder ein Giftinformationszentrum befragt werden.

Verzeichnis der Giftinformationszentren:

    https://www.bfr.bund.de/cm/343/verzeichnis-der-giftinformationszentren.pdf
Auf keinen Fall sollte eine Therapie ohne ärztliche Anweisung erfolgen: Selbst vermeintlich harmlose Maßnahmen wie das Auslösen von Erbrechen können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben, wenn beispielsweise Erbrochenes in die tiefen Atemwege gerät. Milch kann die Aufnahme von Gift begünstigen.

Wichtige Informationen für das Erkennen und die medizinische Versorgung von Pilzvergiftungen:

  • Um sich vor Pilzvergiftungen zu schützen, sollten Sie grundsätzlich nur Pilze sammeln und zubereiten, die Sie absolut sicher als Speisepilz erkennen. Pilz-Apps können die Erkennung zwar unterstützen, man sollte sich jedoch keinesfalls allein auf die Identifizierung per App verlassen.
  • Die Pilze müssen bei der Zubereitung frisch sein.
  • Rohe Speisepilze als Salat genossen verursachen oft Unverträglichkeitserscheinungen. Deshalb jede Pilzmahlzeit mindestens 15 Minuten garen.
  • Pilzgerichte können nach kurzzeitiger Aufbewahrung im Kühlschrank ein zweites Mal aufgewärmt werden.
  • In vielen Städten und Regionen gibt es Beratungsstellen oder Personen mit umfassenden und nachgewiesenen Kenntnissen in der Pilzbestimmung. Fragen Sie immer eine Pilzberatung, wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich um giftige oder genießbare Pilze handelt. Informationen zu Pilzsachverständigen, die im Vergiftungsfall oder Verdachtsfall bei der Pilzidentifizierung unterstützen, sind auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zu finden (s. u.). Auch die Giftinformationszentren der Länder vermitteln entsprechende Kontakte.
  • Kommt es zu einer Vergiftung, so liefern oft Pilzreste vom Putzen der Pilze oder von der Mahlzeit - unter Umständen auch Erbrochenes - wertvolle Hinweise zur Pilzbestimmung (inklusive Sporenanalyse).
  • Wertvolle Informationen zu Pilzen und Vergiftungsrisiken werden in einem Artikel von „Deutsches  Ärzteblatt“ und auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Mykologie angeboten:

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/216184/Vergiftungen-durch-Pilze     https://www.dgfm-ev.de

Parodontitis erhöht Diabetes-Risiko - und umgekehrt
BZÄK und BVND starten Kooperation

Parodontitis und Diabetes sind in Deutschland Volkskrankheiten: Rund 8,5 Millionen Menschen sind an Diabetes mellitus erkrankt, 35 Millionen Menschen haben eine Parodontitis, 10 Millionen davon mit schwerem Verlauf. Was viele Menschen nicht wissen: Es gibt gravierende Wechselwirkungen zwischen beiden Krankheiten. Menschen mit Diabetes haben ein 3-fach erhöhtes Risiko für eine Parodontitis. Und Diabetikerinnen und Diabetiker sind nicht nur häufiger von Parodontitis betroffen, der Verlauf ist schwerer und sie verlieren mehr Zähne als Menschen ohne Diabetes.
 
BZÄK und BVND starten Kooperation

Um die Patientinnen und Patienten über diese Zusammenhänge aufzuklären, haben der Bundesverband der Niedergelassenen Diabetologen (BVND) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) im Rahmen ihrer Aufklärungsarbeit eine Kooperation gestartet, die besonders jene Menschen erreichen soll, die aufgrund ihrer Vorerkrankungen höheren Risiken ausgesetzt sind. Getreu dem Motto „an jedem Zahn hängt ein ganzer Mensch“ sollen die Wechselwirkungen von Diabetes und Parodontitis in den Fokus gerückt werden.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Bundeszahnärztekammer, denn 75 Prozent aller Menschen mit Diabetes leiden unter Entzündungen an der Mundschleimhaut. Ein Drittel davon hat eine schwere Parodontitis. Viele Menschen kennen diese Zusammenhänge nicht und deshalb ist es wichtig, gemeinsam durch mehr Aufklärung die Gesamtgesundheit unserer Patientinnen und Patienten zu verbessern“, so Dr. med. Nikolaus Scheper, Vorstandsvorsitzender des BVND.
 
Studien belegen Wechselwirkung

Studien weisen darauf hin, dass Parodontitis und Diabetes sich gegenseitig negativ beeinflussen. Ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel begünstigt die Entstehung einer Parodontitis. Wenn der Blutzuckerspiegel schlecht eingestellt ist, kommt es vermehrt zu Ansammlungen entzündungsauslösender Stoffe im Mund, die wiederum Infektionen auslösen. Durchblutungsstörungen führen außerdem zu einer schlechteren Immunabwehr und Wundheilung. Umgekehrt kann eine Parodontitis durch die chronische Entzündung zu einer Insulinresistenz und damit einer Verschlechterung der Blutzuckereinstellung sowie Komplikationen führen. Kurz: Ist ein Diabetiker gut eingestellt, trägt er kein erhöhtes Risiko im Vergleich zu einem Nichtdiabetiker und eine erfolgreiche Parodontitis-Behandlung wirkt sich positiv auf den Diabetes aus.

„Während sich einige Risikofaktoren einer Parodontitis gut beeinflussen lassen, zum Beispiel durch Mundhygiene oder Rauchverzicht, gibt es andere Faktoren, die nicht oder nur schwer beeinflussbar sind, beispielsweise bestehende Grunderkrankungen“, so Dr. Romy Ermler, Vizepräsidentin der BZÄK. Umso wichtiger seien hier die entsprechenden Behandlungen durch die Fachärztinnen und Fachärzte der Zahnmedizin und Diabetologie. „Diabetes und Parodontitis sind Systemerkrankungen und gehen über Organ- und Fachgrenzen hinaus. Umso wichtiger ist ein ganzheitlicher Behandlungsansatz. Menschen mit Diabetes sollten ihre Zahnärzte darüber informieren und regelmäßig zur Vorsorge gehen. Denn je früher eine Parodontitis erkannt wird, desto besser für die Behandlung.“
 
Beide Krankheiten können behandelt werden

Eine rechtzeitige Behandlung der Parodontitis und ein gut eingestellter Blutzucker zahlen sich aus: Das Risiko einer Nierenerkrankung ist für Diabetiker mit schwerer Parodontitis um bis zu 8,5-fach erhöht. Zudem besteht ein 2,3-fach höheres Risiko, an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße zu sterben im Vergleich zu Diabetespatienten ohne oder mit leichter Parodontitis. Die gute Nachricht: Beide Krankheiten lassen sich behandeln bzw. einstellen.

22.09.2022 DGA | Quelle: Bundeszahnärztekammer